Ohne Farbe und schräg

Normaleweise achtet man immer darauf, dass der Horizont absolut waagrecht fotografiert wird. In vielen modernen Kameras ist dazu eine elektronische Wasserwaage eingebaut, die einen künstlichen Horizont zeigt. Manchmal ist mir aber genau das zu langweilig oder das Motiv lässt sich einfach nicht perfekt waagrecht fotografieren, weil irgendwas den ästhetischen Bildeindruck kaputt macht. Also gibt's nur eins: Kamera kippen. Um wieviel Grad ich den Horizont neige hängt natürlich vom Motiv ab. Meist sind es aber so um die 30 Grad, so dass der Horizont bei einem 3 : 2-Format diagonal durchs Bild läuft. In vielen Fällen sieht das am harmonischsten aus. Wichtig: Der Winkel sollte nicht zu klein sein, denn sonst sieht es nach einem Versehen aus. Und noch ein Tipp: Wenn Sie daran denken, das Bild nachträglich per Software zu kippen, denken Sie dran, dass ein Großteil des Bildes durch die Ecken verschwindet. Um den "schrägen" Eindruck noch zu verstärken, wandele ich das Bild später noch in schwarz-weiß um oder mache andere Farb-Veränderungen. Mit ein wenig herum experimentieren finde ich meist die richtigen Einstellungen. Sicher geht das nicht mit allen Motiven, aber bei der Aufnahme des Köln-Panoramas finde ich die schräge Variante in Schwarz-Weiß als gelungen. Zum Vergleich die gleiche Aufnahme unten mit geradem Horizont und in Farbe.